DIE 39 STUFEN von Alfred Hitchcock, J.Buchan & P. Barlow

Mit: Christian Kaiser, Martin Leßmann, Christian Aumer, Franziska Mencz
Regie: Ralf Knapp

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Im Jahre 1915 veröffentlichte der schottische Schriftsteller John Buchan einen Spionageroman mit dem Titel Die 39 Stufen. 1935 verfilmte Alfred Hitchcock diesen Roman, übernahm dabei aber nur das Grundgerüst und einige Handlungselemente des Buchs.
Auf der Grundlage dieses Films entwickelte Patrick Barlow 2005 eine Theaterfassung, die dem wegen seiner vielen verschiedenen Personen und Schauplätze an sich denkbar schlecht für eine Dramatisierung geeigneten Film mit Mitteln zu Leibe rückte, die man sonst eher von Monty Python kennt.
So fusioniert der Spionagethriller mit den Slapstick-Möglichkeiten des Theaters zu einer ganz einzigartigen Mischung: die Grundidee, die gesamte Geschichte mit lediglich vier Schauspielern und sparsamster Ausstattung zu erzählen, führt zu einem Abend, der zum einen nach wie vor den Spionagethriller präsentiert, zum anderen extrem witzig ist, indem er vor allem auf hinreißende Weise immer wieder vor Augen führt, wie Theater funktioniert.

“Mehr Komödie als Krimi spielt das vierköpfige Ensemble, wenn es mit einer geradezu peniblen Fabulierungsfreude den kompletten Film nachskizziert. (…) Immer ackern sich die wandlungsfähigen Schauspieler in immer neuen Rollen ab. (…)  Und die beiden Vollblutkomiker Christian Aumer und Martin Leßmann übernehmen den Rest der dunklen Gestalten.”  S. Garbade, WeserKurier

“Die Inszenierung lebt vom guten Timing, vom Improvisationstalent und vom sportlichen Einsatz der Darsteller. Die müssen nämlich nicht nur die Rollen permanent wechseln – sie werden mangels Requisiten selbst zu welchen. Da wird dann aus dem Hotelierssohn ein knisternder Kamin und aus zwei Polizisten erst ein Kuhgatter, dann ein Ginsterstrauch und schließlich ein Fluss.“  taz Bremen

“Von den Spielern erfordert das ein solche Präzision, dass man sich oft fragt: „Wie machen die das?“ Die Frage ist hinsichtlich der Qualität sehr einfach zu beantworten: Sie machen es ganz hervorragend.”

Chr. Dijsktal, Saale-Zeitung